Privatsphäre ade

Unter dem Mantel des Verfassungsschutzes soll die heimliche Online-Durchsuchung von Rechner in Deutschland erlaubt werden.

Die heimliche Durchsuchung der Privatsphäre der Bürger gab es schon zu Zeiten der DDR. Dort hieß sie allerdings "konspirative Hausdurchsuchung" und wird heute selbstverständlich von unserer Bundesregierung als illegal eingestuft. Ich kann allerdings keinen Unterschied zu der online Durchsuchung meines PCs erkennen.

Es ist mein Recht bei einer richterlich angeordneten Hausdurchsuchung dabei zu sein, warum wird mir diese Recht bei der Durchsuchung meines Rechners verweigert?

Tatsächlich geht diese sogar noch einen Schritt weiter: Während ich mich gegen die "konspirative Hausdurchsuchung" durch meine Anwesenheit hätte "wehren" können, findet die online Durchsuchung meines PC sogar statt, wenn ich daran arbeite. Möglicherweise werden diese Tastendrücke gerade mitprotokolliert und lösen eine genaue Untersuchung meiner im Zuge der "Vorratsdatenspeicherung" gesammelten Online-Verbindungen, Emails und Telefonate aus.

Wer weiß, vielleicht wird diese Kritik an der geplanten totalen Überwachung ja bereits als verfassungsfeindlich eingestuft.

Letzendlich bekommen wohl all jene, welche die "gute alte Zeit" der DDR vermissen, die schlechten Seiten früher zurück als gehofft.

Weitere Details zur konspirativen Computerdurchsuchung finden sie auf Heise Online

Dass die Überwachung schon vor Jahren beträchtliche Ausmaße angenommen hat, beweisst der Fall eines Reporters der nur aufgrund von "verdächtigen" Suchbegriffen in Google festgenommen wurde:
Artikel auf Heise Online